Autor: ek

Curtiss P-40 Hawk

Curtiss P-40 Hawk
Durch die Leistungen europäischer Jagdflugzeuge mit wassergekühlten Reihenmotoren inspiriert, ersetzte man bei der in Serie gebauten P-36 den Wright Sternmotor durch einen Allison V-1710-19 Ladermotor mit 1.150 PS Startleistung. Dazu verwendete man die zehnte Serienmaschine (30-18). Im Oktober 1938 startete die als XP-40 bezeichnete Maschine und im Mai 1939 wurde sie in Wright Field gegen die Bell XP-39 und die Seversky XP-41 getestet. Im Aufbau war die XP-40 bis auf den Motor und die Motoraufhängung mit der P-36A identisch. Es war ein Ganzmetall-Tiefdecker mit einziehbaren Heckradfahrwerk, wobei das Hauptfahrwerk beim Einziehen um 90° gedreht wurde , so dass die Räder flach und nach hinten in den Tragflächen lagen. Die schwache Bewaffnung der P-36 mit nur zwei in den Flächen montierten 7,62 mm Maschinengewehren wurde auch nicht verändert. Die Maschine wurde für die Serienfertigung ausgewählt und Curtiss erhielt im Sommer 1939 einen Auftrag über 524 P-40, der bis dahin größte Auftrag für ein Jagdflugzeug in der amerikanischen Geschichte. Im Dezember 1939 lief die Fertigung mit 200 P-40 für das US Army Air Corps (USAAC) an. Der erste Exportauftrag über 140 Maschinen kam aus Frankreich. Die als Hawk 81A-1 bezeichneten Maschinen erreichten Frankreich aber nicht mehr vor der Kapitulation und wurden von Großbritannien als Tomahawk I übernommen. Dort kamen sie in Nordafrika und Europa vorwiegend bei den Commonwealthverbänden zum Einsatz. Da die Flugleistungen der P-40 in Höhen über 16.000 Fuß stark abnahmen, wurde sie meist unter dieser Höhe eingesetzt, wo sie sich als wendiges und robustes Jagdflugzeug bewährte. Die Sowjetunion erhielt über das Land Lease Abkommen insgesamt 2.097 P-40 verschiedener Versionen plus eine nicht näher bestimmte Anzahl gebrauchter Maschinen der RAF. In China wurden die Flying Tigers, eine Gruppe amerikanischer Freiwilliger, mit P-40 ausgerüstet, wo sie erfolgreich gegen japanische Maschinen kämpften. Auf dem pazifischen Kriegsschauplatz hatten nach dem Überfall von Pearl Harbor die mit P-40 ausgerüsteten amerikanischen Jagdverbände anfangs große Probleme, besonders mit den A6M Zero der Japaner. In Westeuropa wurden P-40 nur sehr selten eingesetzt, während in Südeuropa, besonders in Italien die Maschinen eine wichtige Rolle spielen. Trotz ihrer insgesamt nur mittelmäßigen Leistungen wurden bis zur Einstellung der Serienproduktion 1944 insgesamt 13.738 P-40 aller Versionen gebaut. Ursache für die mangelnden Höhenleistungen war der nur einstufig aufgebaute Lader des Allison Motors. Mit dem zweistufig arbeitenden Lader des Rolls Royce Merlin erzielte die P-40 bessere Leistungen in mittleren und großen Höhen, ohne an die anderer Jäger heranzukommen. Weiterentwicklungen waren die XP-46, XP-60 und XP-62 von denen aber jeweils nur wenige Versuchsmaschinen gebaut wurden. Eine Handvoll P-40 (2008 waren es noch 19 Maschinen) sind liebevoll gepflegt noch flugfähig und Stars bei historischen Flugshows.
Curtiss P-40 Hawk
Archiv: Eberhard Kranz
Technische Daten: Curtiss P-40 Hawk
Verwendung: Jagdflugzeug
Baujahr: 1942
Besatzung: 1 Mann
Triebwerk: ein flüssigkeitsgekühlter stehender 12 Zylinder Reihenmotor Allison V-1710-39
Startleistung: 1.150 PS (857 kW)
Dauerleistung: 1.030 PS in 5.000 m (767 kW)
Spannweite : 11,38 m
Länge: 9,70 m
größte Höhe: 3,76 m
Spurweite: 2,60 m
Propellerdurchmesser: 3,06 m
Propellerfläche: 7,35 m²
Flügelfläche: 21,90 m²
V-Form: +3°
Leermasse: 2.850 kg
Startmasse normal: 3.760 kg
Startmasse maximal: 4.010 kg
Tankinhalt: 523 Liter
Flächenbelastung: 183,10 kg/m²
Leistungsbelastung: 3,48 kg/PS (4,67 kg/kW)
Höchstgeschwindigkeit in Bodennähe: 522 km/h
Höchstgeschwindigkeit in 5.000 m: 565 km/h
Reisegeschwindigkeit in 5.000 m: 435 km/h
Gipfelhöhe: 9.150 m
Steigleistung: 11,3 m/s
Steigzeit auf 1.000 m: 1,5 min
Steigzeit auf 3.000 m: 5,0 min
Steigzeit auf 5.000 m: 8,7 min
Reichweite normal: 920 km
Reichweite maximal: 1.090 km
Flugdauer: 2,5 h
Bewaffnung: sechs 12,7 mm Maschinengewehre Browning M2 mit je 200 Schuss
Bombenlast maximal: insgesamt 680 kg an drei Stationen

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