Autor: ek

Canadair CL-13 A & B

Canadair CL-13A & B
Die kanadische Firma Canadair hatte sich zeitig die Lizenzrechte der North American F-86 ?Sabre?, einem der damals modernsten Jagdflugzeuge der westlichen Welt, gesichert. Die Maschine war äußerst wendig, schnell und kampfstark, verfügte auch über gute Flugeigenschaften, was sie später im Koreakrieg von 1950 ? 1953 unter Beweis stellte. Ab 1950 baute Canadair die CL-13 Sabre Mark 2, die mit dem General Electric J47 Triebwerk (maximaler Schub 2.700 kp) ausgerüstet wurden. Von dieser Ausführung wurden insgesamt 350 Exemplare gebaut, die zum überwiegenden Teil bei der RCAF zum Einsatz kamen. Im Aufbau und der Ausrüstung entsprach die CL-13Mk.2 der F-86E. Die Cl-13 Mk3 war ein Versuchsflugzeug zum Testen des kanadischen Triebwerks Orenda 3. Die folgende Serie von 438 Maschinen Cl-13 Mk.4 erhielt wieder das General Electric J47. Erst mit der CL-13 Mk.5 wurde ab Juli 1953 das kanadische Triebwerk Orenda 10 (maximaler Schub 2.890 kp) eingebaut. Die CL-13 Mk.5 lief insgesamt 370mal von den Bändern, viele für die britische Royal Air Force. Anfang 1957 suchte die wieder entstandene deutsche Luftwaffe nach einem Jagdflugzeug zur Erstausrüstung ihrer Jagdgeschwader. Zur gleichen Zeit begann gerade der Serienbau der CL-13 Mk.6 für die kanadische Luftwaffe. Diese Version der CL-13 erhielt das neue, leistungsstarke Triebwerk Orenda 14 mit 3.330 kp Maximalschub und automatischen Vorflügeln. Von dieser letzten CL-13 Version wurde insgesamt 655 Maschinen gebaut. Um den lukrativen Auftrag der deutschen Regierung zu erhalten, kam es zu folgender Abmachung: Die kanadische Regierung schenkt der deutschen Luftwaffe 75 gebrauchte CL-13 Mk.5 und Deutschland kauft dafür 225 fabrikneue CL-13 Mk.6. Am 10.Mai 1957 trafen die ersten Maschinen bei der technischen Schule der Luftwaffe 3 in Fassberg ein und dienten der Technikerschulung. Als erstes Jagdgeschwader erhielt das JG 71, dessen Kommodore der erfolgreichste Jagdflieger des zweiten Weltkrieges, Erich Hartmann war, die neuen Mk6. Zur Unterscheidung wurden die Mk.5 CL-13 A und die Mk.6 CL-13B bezeichnet. Im März 1966 kamen 90 CL-13 nach Pakistan und weitere 50 wurden an die portugiesische Luftwaffe abgeben. Im April 1974 wurden die letzten CL-13 bei der Luftwaffe ausgemustert.
Canadair CL-13
Archiv: Eberhard Kranz
Technische Daten: CL-13b (Mark 6)
Verwendung: Jagdflugzeug
Baujahr: 1959
Besatzung: 1 Mann
Triebwerk: 1x TL-Triebwerk Avro-Orenda 14 (Nachbau des Rolls-Royce Avon26)
Startleistung: 3.330 kp
Spannweite: 11,31 m
Länge: 11,43 m
größte Höhe: 4,48 m
Spurweite: 2,43 m
Flügelfläche: 28,08 m²
Flügelpfeilung: 40°
Leermasse: 4.920 kg
Startmasse normal : 7.350 kg
Startmasse maximal: 8.000 kg
Kraftstoff: maximal 3.200 Liter im Rumpf
Flächenbelastung: 284,90 kg/m²
Leistungsbelastung: 2,40 kg/kp
Höchstgeschwindigkeit in Bodennähe ohne Aussenlast: 1.030 km/h (Mach 0,90)
Höchstgeschwindigkeit in 10.000 m ohne Aussenlast: 1.135 km/h (Mach 0,92)
Marschgeschwindigkeit: 890 km/h
Landegeschwindigkeit: 200 km/h
Gipfelhöhe: 16.500 m
Steigleistung: 61 m/s
Reichweite normal: 1350 km
Reichweite maximal mit Zusatztanks: 3252 km
Startstrecke: 350 m
Landestrecke: 560 m
Bewaffnung: 6 12,7 mm Maschinengewehre Colt-Browning M3 mit je 267 Schuß.
Bombenlast maximal: 9.069 kg, davon 3.629 kg im Bombenschacht

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