Autor: ek

Blackburn B 24 Skua

Blackburn B 24 Skua
In der Spezifikation O.27/34 forderte das Air Ministry ein trägergestütztes Sturz-kampfflugzeug, das auch als Jäger eingesetzt werden sollte. Die Forderungen waren Ausführung als Ganzmetall-Eindecker mit einziehbarem Fahrwerk und geschlossener Kabine, die Geschwindigkeit sollte 225 mph betragen. Bei Blackburn begann im September 1934 ein Entwicklungsteam unter G.E. Petty mit den Entwurfsarbeiten, die zu Jahresbeginn 1935 abgeschlossen waren. Nach Prüfung erteilte das Air Ministry im April 1935 den Auftrag zum Bau zweier Prototypen. Im Juli 1936 erfolgte der Serienauftrag über 190 Maschinen. Die B 24 war ein zweisitziger Tiefdecker in Ganzmetallschalenbauweise. Der Tragflügel war zweiholmig, die Flügelenden waren um 10° nach oben gebogen. Als Landehilfen und Sturzflugbremsen wurden hydraulisch betätigte Spreizklappen verwendet. Der Rumpf verfügte über mehrere Schwimmzellen. Die Tragflügel waren nach hinten klappbar. Das Höhenleitwerk lag vor dem Seitenleitwerk um die Trudelgefahr zu minimieren. Der Fanghaken befand sich zwischen Tragflächenhinterkante und Heckrad. Die Bewaffnung von vier Maschinengewehren war im Außenflügel, außerhalb des Propellerkreises, eingebaut. Der erste Prototyp K 5178 startete am 9. Februar 1937 zu seinem Erstflug. Der zweite Prototyp K 5179 folgte im März 1937. Nach ausgiebiger Erprobung begann 1938 der Serienbau und im November 1937 die offizielle Indienststellung der ersten Trägerstaffel auf dem damals modernsten britischen Flugzeugträger ?Ark Royal?. Am 10.April 1940 erzielten die Trägerstaffeln 800 und 801 mit der Versenkung des Kreuzers ?Königsberg? ihren größten Erfolg. Während der Evakuierung der britischen Expeditionsarmee über den Kanalhäfen auch als Begleitjäger eingesetzt, zeigte sich die Skua, den Bf 109 E deutlich unterlegen. Bis 1941 wurden die Maschinen dann vorwiegend im Mittelmeer eingesetzt. Abgelöst wurden sie durch die Fairey ?Fulmar? und Hawker ?Sea Hurricane?. Die beiden Prototypen wurden als Mk.I, während die 190 Serienmaschinen als Mk.II bezeichnet wurden. Im April 2007 wurde vor der norwegischen Küste im Orkdals Fjord in 245 m Tiefe eine Skua (L 2896) geborgen, die für das norwegische Luftfahrtmuseum in Bodø restauriert werden soll.
Blackburn B 24 Skua
Archiv: Eberhard Kranz
Technische Daten: Blackburn B 24 Skua
Verwendung: trägergestütztes Sturzkampfflugzeug, Jagdflugzeug
Land: Grossbritannien
Baujahr: 1938
Triebwerk: ein luftgekühlter 9 Zylinder Sternmotor Bristol Perseus XII mit verstellbarem Dreiblatt-Metallpropeller Hamilton
Startleistung: 905 PS (666 kW)
Dauerleistung: 845 PS ( 622 kW) in 4.000 m
Besatzung: 2 Mann
Erstflug: 9. Februar 1937
Spannweite: 14,07 m
Spannweite geklappt: 4,60 m
Länge: 10,86 m
größte Höhe: 3,80 m
Propellerdurchmesser: 3,50 m
Propellerfläche: 9,62 m²
Spurweite: 3,35 m
Flügelfläche: 29,1 m²
V-Form: +3,5°
Leermasse: 2.505 kg
Startmasse normal: 3.740 kg
Startmasse maximal: 4.010 kg
Tankinhalt: 565 Liter
Flächenbelastung: 137,80 kg/m²
Leistungsbelastung: 4,43 kg/PS (6,02 kg/kW)
Höchstgeschwindigkeit in Bodennähe: 338 km/h
Höchstgeschwindigkeit in 2.000 m: 360 km/h
Marschgeschwindigkeit in 2.000 m: 250 km/h
Landegeschwindigkeit: 110 km/h
Gipfelhöhe: 6.160 m
Steigleistung: 8,1 m/s
Steigzeit auf 1.000 m: 2,1 min
Steigzeit auf 4.000 m: 9,5 min
Reichweite normal: 1.225 km
Reichweite maximal: 1.400 km
Aktionsradius: 580 km
Flugdauer: 5,5 h
Bewaffnung: vier 7,62 mm Maschinengewehre Browning 0.3 mit je 600 Schuss und ein bewegliches 7,62 mm Maschinengewehr Vickers K mit 500 Schuss
Bombenlast: eine 227 kg Bombe am Schleuderarm und acht 13,6 kg Splitterbomben unter den Tragflächen

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