Autor: rk

Rockwell MBB X-31 EFM

Rockwell MBB X-31 EFM
Schubvektorsteuerung kombiniert mit Entenflügeln, sogenannten Canards, verhelfen dem Versuchsflugzeug X-31 zu unglaublicher Manövrierfähigkeit. 1987 taten sich Rockwell und MBB zusammen, um einen Testträger zu bauen, der für die Erprobung zukünftiger Jagdflugzeugkonzepte verwendet werden konnte. Das Programm wurde durch das amerikanische Verteidigungsministerium und durch das Bundesamt für Wehrtechnik und Beschaffung getragen. Das Hauptaugenmerk stand in der Manövrierfähigkeit bei hohen Anstellwinkeln unter niedrigen Geschwindigkeiten und hohen G-Belastungen. Zu diesem Zweck erhielt die X-31 drei schwenkbare Paddels an dem Düsenaustritt des F404-GE-400 Triebwerks. Im künstlich stabilisierten Flug hilft ein hochmodernes computergesteuertes Flugreglersystem das ausgeklügelte Wechselsystem zwischen den Steuerflächen und Schubvektordüsen zu koordinieren. Diese Hightech-Kombination führt zu einer noch nie dagewesenen Manövrierfähigkeit, die jedes herkömmliche Jagdflugzeug im Luftkampf alt aussehen lässt. Im simulierten Luftkampf hatte die agile FA-18 Hornet keine Chance. Das Hauptproblem in den engen Luftkämpfen vermochte auch die X-31 nicht lösen, die Piloten sind diese plötzlichen und häufig abrupten Beschleunigungsänderungen nach wie vor nicht gewachsen.
Rockwell/MBB X-31
Archiv: Robert Kühni
Technische Daten Rockwell/MBB X-31 EFM
Hersteller: Rockwell, USA und Messerschmitt Bölkow Blohm MBB, Deutschland
Verwendung: Enhanced Fighter Maneuverability Versuchsflugzeug
Antrieb: Ein Mantelstromtriebwerk F404-GE-400 mit Schubvektorsteuerung
Leistung: 71,17 kN Schub mit Nachbrenner, (7257 kp)
Besatzung: 1 Pilot
Erstflug: 11. Oktober 1990
Länge: 14,85 m
Spannweite: 7,26 m
Höhe: 4,44 m
Flügelfläche: 21,02 m²
Leergewicht: 5248 kg
Normales Startgewicht: 7100 kg
Geschwindigkeit: Mach 1,3
Maximale Einsatzhöhe: 12.348 m
Minimale Geschwindigkeit: 45 km/h
Reichweite: 380 km

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