Erstellt am: 26.02.2018, Autor: rk

Flugzeug im Iran abgestürzt

Aseman Airlines Iran

Aseman Airlines Iran ATR 72-212 (Foto: Iman Asgari)

Auf einem Inlandsflug im Iran zerschellte am 18. Februar 2018 eine aus Teheran kommende ATR-72 an einem Berg in der Nähe von Yasudsch, alle 66 Insassen kamen dabei ums Leben.


Flug Aseman Airlines EP3704 startete am Sonntagmorgen, den 18. Februar 2018, auf dem Flughafen von Teheran und hätte um 09:30 Uhr auf dem Flughafen von Yasudsch landen sollen. Die ATR 72 ist laut Aseman Airlines rund 50 Minuten nach dem Start vom Radarschirm der Flugsicherung verschwunden. In der Nähe der Kleinstadt Semirom zerschellte das zweimotorige Flugzeug an dem Dena Berg. An Bord der Maschine waren 60 Passagiere und sechs Besatzungsmitglieder. Alle Insassen kamen bei dem Absturz ums Leben.

Trotz sofortiger Aufnahme der Suche konnte das Flugzeugwrack wegen schlechtem Wetters erst am 20. Februar 2018, rund zwei Tage nach dem Unglück, gefunden werden. Die Absturzstelle konnte am Dienstag von Hubschraubern auf einer Höhe von rund 4.000 Metren an einer Bergflanke entdeckt werden. Die Bergungsarbeiten wurden dann am nächsten Tag aufgenommen. Das Flugzeug zerschellte in der Nähe des Gipfels und hinterließ dabei ein großes Trümmerfeld.

Eine Flugunfalluntersuchung wurde eingeleitet, diese muss nun zeigen, warum die ATR 72 im Sinkflug auf den Flughafen Yasudsch in dieser Bergregion viel zu tief geflogen ist.

Das Flugzeug

Die zweimotorige Turbopropeller Maschine vom Typ ATR 72-212 wurde im Oktober 1993 in Verkehr gesetzt und war somit knapp 25 Jahre alt. Laut einem Behördensprecher im Interview bei IRIB sei die Maschine während ihrer Betriebszeit mehrmals modernisiert worden. Die ATR 72 war im Iran auf die Kennung EP-ATS zugelassen, die Baunummer war 391.

Das Wetter

Zum Unfallzeitpunkt herrschte in dieser unwirtlichen Bergwelt schlechtes Wetter mit starkem Schneefall. Das schlechte Wetter erklärt aber nicht, warum das Flugzeug in dieser Flugphase viel zu tief geflogen ist. Auf dem Flughafen von Yasudsch herrschte zum Unfallzeitpunkt kein schlechtes Wetter. Leichter Wind aus südöstlicher Richtung war vorherrschend, die Sicht wurde mit mehr als 10 Kilometern angegeben und die Wolkenbasis lag bei 9.000 Fuß (2.743 Meter).

METAR

OISY 180630Z 14006KT 9999 FEW035CB SCT040 OVC090 15/M02 Q1021=
OISY 180600Z 13004KT 9999 FEW035CB SCT040 OVC090 13/M00 Q1021

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